GMEINBÖCK
STORIES
GMEINBÖCK STORIES – EIN BLICK INS WEINGUT GMEINBÖCK
Mit Gmeinböck Stories öffnen wir die Türen zum Weingut Gmeinböck in Poysdorf und geben regelmäßig Einblicke in unseren Alltag im Weinviertel. Wir zeigen, was hinter unseren Weinen steckt – von der Arbeit in den Weingärten über die Lese bis hin zum Ausbau im Keller. Dabei steht immer die Herkunft im Mittelpunkt: die Böden, das Klima und die Entscheidungen, die jeden Jahrgang prägen. Gleichzeitig lernt ihr die Menschen kennen, die das Weingut Gmeinböck ausmachen, und bekommt ein Gefühl dafür, wie unsere Weine entstehen – Schritt für Schritt und ganz nah an der Natur. Ergänzend greifen wir Themen rund um Wein, Rebsorten und Herstellung auf und beantworten Fragen, die euch vielleicht schon länger beschäftigen. Gmeinböck Stories verbindet Einblicke, Wissen und Persönlichkeit – und macht erlebbar, was unsere Weine auszeichnet: vom Ursprung bis ins Glas.
FRÜHLING IM WEINGARTEN: WENN DIE REBEN IM WEINVIERTEL WIEDER ERWACHEN
Mit den ersten wärmeren Tagen kehrt sichtbar neues Leben in die Weingärten rund um das Weingut Gmeinböck ein. Zwischen den Rebzeilen beginnt die Begrünung zu wachsen und auch die Rebstöcke selbst beenden langsam ihre Winterpause. Die Natur schaltet wieder in den Wachstumsmodus – ein entscheidender Moment im Weinjahr.
Sobald sich der Boden erwärmt, werden die Wurzeln aktiv und nehmen vermehrt Wasser auf. Gleichzeitig lösen sich die über den Winter gespeicherten Nährstoffe im Holz der Reben und werden in die jungen Triebe transportiert. Dieser Prozess bildet die Grundlage für einen gesunden Austrieb und die Qualität der kommenden Ernte.
Ein besonders faszinierendes Naturschauspiel zeigt sich an den Schnittstellen des Rebschnitts: Kleine Tropfen treten aus den Reben aus – ein Phänomen, das im Weinbau oft als „Rebtränen“ bezeichnet wird. Fachlich spricht man auch vom „Bluten der Reben“. Was zunächst dramatisch klingt, ist ein natürlicher Schutzmechanismus der Pflanze. Der austretende Saft hilft dabei, die Schnittstellen zu verschließen und schützt die Rebe vor äußeren Einflüssen und möglichen Infektionen.
Für uns ist diese Phase jedes Jahr etwas ganz Besonderes: Wenn die Morgensonne über die sanften Hügel des Weinviertels scheint und die Weingärten in frischem Grün erstrahlen, spürt man förmlich den Neubeginn. Der Frühling markiert nicht nur den Start in die neue Vegetationsperiode, sondern auch die Vorfreude auf einen neuen Jahrgang voller Charakter und Herkunft.
REBERZIEHUNG IM WINTER: WARUM DAS BIEGEN UND ANBINDEN SO ENTSCHEIDEND IST
In der ruhigen Winterzeit steht im Weingut Gmeinböck eine der wichtigsten Arbeiten im Weingarten an: das Formen und Anbinden des einjährigen Fruchtholzes. Nach dem Rebschnitt ist dieser Schritt entscheidend dafür, wie sich die Reben im kommenden Jahr entwickeln.
Durch das gezielte Biegen und Fixieren der Fruchtruten geben wir den Rebstöcken eine klare Wachstumsrichtung vor – ein zentraler Bestandteil der sogenannten Reberziehung. Sie beeinflusst nicht nur die Wuchsform der Pflanze, sondern auch die Qualität und Gleichmäßigkeit der Trauben.
Eine bewährte Methode ist der sogenannte Pendelbogen. Dabei wird das einjährige Holz zunächst nach oben geführt und anschließend über einen Draht sanft nach unten gebogen. So entsteht eine bogenförmige Linie, die unterhalb des Stammes endet. Diese Form sorgt dafür, dass der Pflanzensaft gleichmäßig verteilt wird und die Triebe harmonisch austreiben können. Gleichzeitig profitieren wir im Herbst von einer angenehmen Arbeitshöhe, da die Trauben optimal positioniert sind.
Im Gegensatz dazu steht der Minimalschnitt – eine bewusst reduzierte Form der Bewirtschaftung. Hier verzichten wir vollständig auf das Anbinden der Triebe. Was auf den ersten Blick ungeordnet wirken mag, folgt einer klaren Philosophie: Die Rebe darf sich freier entwickeln und stärker auf natürliche Prozesse reagieren. Für uns ist das nicht nur ein spannender Ansatz im Weinbau, sondern auch ein Ausdruck unserer Offenheit für neue Wege und unserer engen Verbindung zur Natur.
DIE REBBLÜTE – ENTSCHEIDENDER MOMENT FÜR DEN JAHRGANG
Eine besonders wichtige Phase im Weinjahr ist abgeschlossen: die Rebblüte. In den vergangenen Tagen standen unsere Weingärten in Poysdorf in voller Blüte – ein entscheidender Zeitpunkt für die Qualität und Menge des kommenden Jahrgangs.
Die Blüten der Weinrebe sind nur wenige Millimeter groß und wachsen in lockeren Rispen. Sie sind zwittrig, enthalten also sowohl männliche als auch weibliche Bestandteile. Für eine erfolgreiche Befruchtung muss der Pollen auf die Narbe des Fruchtknotens gelangen – ein sensibler Prozess, der stark vom Wetter beeinflusst wird.
Regen, Wind oder Kälte können die Bestäubung stören und dazu führen, dass Blüten unbefruchtet bleiben und abfallen. Dieses Phänomen wird im Weinbau als „Verrieseln“ bezeichnet und kann die Erntemenge deutlich reduzieren.
Umso erfreulicher ist es, dass wir heuer nahezu ideale Bedingungen hatten: Trockenes und stabiles Wetter während der Blüte sorgte für eine sehr gute Befruchtung unserer Reben.
Wir blicken daher optimistisch in Richtung Herbst und freuen uns bereits jetzt auf eine vielversprechende Weinlese im Weinviertel.
NACHHALTIG AUSTRIA: AUSZEICHNUNG FÜR VERANTWORTUNGSVOLLEN WEINBAU
Ab sofort dürfen unsere Weine das anerkannte Gütesiegel Nachhaltig Austria tragen. Diese Zertifizierung bestätigt, dass unser gesamter Betrieb – vom Weingarten über den Ausbau bis hin zur Abfüllung – umfassend auf nachhaltige Kriterien geprüft wurde.
Für uns als Familienweingut mit jahrhundertelanger Tradition ist nachhaltiges Arbeiten kein Trend, sondern gelebte Überzeugung. Seit Generationen steht unser Handeln im Einklang mit der Natur – eine Haltung, die wir täglich im Weingarten und im Keller weiterführen.
Mit dem offiziellen Siegel bekennen wir uns noch stärker zu unserer Verantwortung gegenüber Umwelt und kommenden Generationen. Unser Ziel ist es, natürliche Ressourcen zu schonen, Kreisläufe zu respektieren und die Biodiversität in unseren Weingärten aktiv zu fördern.
Dabei setzen wir auf einen achtsamen Umgang mit der Natur und greifen nur dort ein, wo es wirklich notwendig ist. Die daraus entstehende Vielfalt unterstützt wiederum unsere Arbeit und trägt zur Qualität unserer Weine bei – ein nachhaltiges Zusammenspiel, von dem alle profitieren.
EISWEIN AUS ÖSTERREICH: SELTENE LESE BEI EISIGEN TEMPERATUREN
Nach einem Jahr ohne passende Bedingungen freuen wir uns umso mehr: Heuer war es endlich wieder kalt genug für die Eisweinlese. In Poysdorf konnten wir unsere Trauben bei den erforderlichen Minusgraden ernten – ein seltenes und besonderes Ereignis im Weinbau.
Für echten Eiswein müssen die Trauben im gefrorenen Zustand gelesen und unmittelbar verarbeitet werden – und das bei mindestens -7 °C. Während der Pressung bleibt das gefrorene Wasser in den Beeren zurück, sodass nur ein hochkonzentrierter Most gewonnen wird. Dieser weist einen besonders hohen Zuckergehalt von mindestens 25 °KMW auf und bildet die Grundlage für die intensive Süße des Eisweins.
Charakteristisch für Eiswein ist jedoch nicht nur seine Süße, sondern vor allem das harmonische Zusammenspiel von Zucker und Säure. Da ausschließlich gesunde, nicht von Edelfäule betroffene Trauben verarbeitet werden, bleiben die sortentypischen Aromen besonders klar und frisch erhalten.
Unser Grüner Veltliner Eiswein 2020 überzeugt mit feinen Noten von exotischen Früchten und Grapefruit. Gleichzeitig macht er bereits neugierig auf den kommenden Jahrgang 2022. Wer Geduld mitbringt, kann Eiswein auch über viele Jahre lagern – durch den hohen Restzuckergehalt eignet er sich hervorragend als langlebiger Dessertwein.
Aufgrund der aufwendigen Herstellung und der stark wetterabhängigen Voraussetzungen zählt Eiswein – ebenso wie die Trockenbeerenauslese – zu den seltensten und hochwertigsten Prädikatsweinen.
Die Mühe lohnt sich: Eiswein ist der perfekte Begleiter zu Desserts und süßen Speisen und ein echtes Highlight für besondere Genussmomente.
REBSCHNITT IM WINTER: GRUNDLAGE FÜR GESUNDE REBEN UND HOCHWERTIGE WEINE
Die kalte Jahreszeit markiert im Weinbau einen entscheidenden Arbeitsschritt: den Rebschnitt. Sobald die ersten Fröste vorüber sind, beginnen wir in unseren Weingärten in Poysdorf mit dem gezielten Rückschnitt der Reben – eine wichtige Maßnahme für Ertrag, Qualität und Gesundheit der Pflanzen.
Auf unserem Weingut arbeiten wir mit zwei unterschiedlichen Erziehungsformen, die jeweils ihre eigenen Vorteile mit sich bringen:
Beim klassischen Pendelbogenschnitt wird ein Großteil des einjährigen Holzes entfernt. Das verbleibende Fruchtholz wird anschließend im Drahtrahmen gebogen und fixiert. Diese Methode sorgt dafür, dass sich die Laubwand optimal über der Traubenzone entwickelt und die Rebe ihre Energie gezielt auf weniger, dafür qualitativ hochwertigere Trauben konzentriert.
Eine zweite, bewusst naturnahe Variante ist der Minimalschnitt. Hier greifen wir so wenig wie möglich in das Wachstum der Rebe ein. Durch eine höhere Anzahl an Augen reguliert sich der Austrieb auf natürliche Weise selbst. Die Trauben entwickeln kleinere, lockerbeerige Strukturen, die besser durchlüftet sind und dadurch weniger anfällig für Pilzkrankheiten.
Mit diesem Ansatz geben wir der Rebe bewusst mehr Eigenständigkeit zurück. Das Ergebnis sind charakterstarke Weine, bei denen die Rebsorte und ihre Herkunft besonders klar zum Ausdruck kommen.
WEINAUSBAU IM EDELSTAHLTANK ODER HOLZFASS: DER RICHTIGE WEG FÜR JEDEN WEIN
Holz oder Edelstahl? Diese Frage stellt sich im Weinbau immer wieder – und ein Blick in unseren Keller zeigt schnell: Wir setzen bewusst auf beide Methoden, je nach Stilistik und Charakter des Weins.
Ein Großteil unserer Weine reift im Edelstahltank. Dieses neutrale Material ermöglicht einen besonders sortentypischen Ausbau, da keine Fremdaromen abgegeben werden. So bleiben Frische, Fruchtigkeit und die klare Aromatik der Rebsorte optimal erhalten. Zudem bietet der Edelstahltank den Vorteil, dass die Gär- und Reifetemperatur präzise gesteuert werden kann – ein entscheidender Faktor für gleichbleibende Qualität.
Vor allem unsere fruchtbetonten Weine sowie die Cuvée Schweinerei entstehen auf diese Weise. Hier steht das reine Aromenspiel der Rebsorten im Vordergrund.
Für strukturreichere und kräftigere Weine greifen wir ergänzend auf den Ausbau im Holzfass zurück. Besonders bei unseren Lagenweinen sorgt der dezente Holzeinsatz für mehr Tiefe und Balance. Der sanfte Sauerstoffkontakt im Fass unterstützt die Reifung, rundet die Struktur ab und bringt zusätzliche Komplexität ins Glas.
Eine besondere Rolle spielt dabei unser Weißburgunder Alte Reben, der vollständig im Holzfass ausgebaut wird und dadurch seine charakteristische Fülle und Eleganz entwickelt. Auch unser zukünftiger VINTAGES zeigt mit seinem teilweisen Holzausbau deutlich, wie stark das Ausbaugefäß den Stil eines Weins prägen kann.
Unser Ansatz ist klar: Jeder Wein bekommt genau die Ausbauform, die seine Herkunft und seine Rebsorte bestmöglich zur Geltung bringt – für authentischen Genuss und höchste Qualität.
WEINLESE 2022 IM WEINVIERTEL: EIN HERAUSFORDERNDER JAHRGANG MIT VIEL POTENZIAL
Was sich wie gestern angefühlt hat, ist nun bereits abgeschlossen: Die Weinlese 2022 ist erfolgreich beendet. In unseren Weingärten rund um Poysdorf wurden alle Trauben sorgfältig geerntet und in den Keller gebracht – ein intensiver, aber erfüllender Abschnitt im Weinjahr.
Die Bedingungen waren heuer alles andere als konstant. Wechselhaftes Wetter mit raschen Übergängen von strahlendem Sonnenschein zu kräftigen Regenfällen stellte uns während der Lese vor große Herausforderungen. Hinzu kam die ausgeprägte Trockenheit in den Sommermonaten Juli und August, die insbesondere beim Grüner Veltliner zu geringeren Erträgen führte.
Doch wie so oft im Weinbau gilt: Weniger Ertrag bedeutet häufig mehr Qualität. Die Trauben konnten sich unter diesen Bedingungen besonders konzentriert entwickeln und versprechen ein hohes aromatisches Niveau.
Pünktlich zum Start der Lese setzte zunächst Regen ein, doch dieser wich rasch stabilem, sonnigem Herbstwetter – ideale Voraussetzungen für eine saubere und selektive Ernte.
Der Jahrgang 2022 zeichnet sich durch elegante, schlanke und fein strukturierte Weine aus. Frisch, zugänglich und vielseitig – perfekt für unkomplizierten Genuss und gesellige Momente. Ein echter „Everybody’s Darling“ unter den Jahrgängen.
START DER WEINLESE: FRÜHE ERNTE FÜR MAXIMALE FRISCHE UND AROMA
Es geht los – die Weinlese hat begonnen! Bereits in den frühen Morgenstunden, wenn es noch kühl ist, starten wir in unseren Weingärten rund um Poysdorf mit der Ernte. Die niedrigen Temperaturen sind entscheidend, um die feinen Aromen der Trauben zu bewahren und eine unkontrollierte Gärung zu vermeiden.
Direkt nach der Lese werden die Trauben schonend und gut gekühlt in den Keller transportiert. Für aromatische Rebsorten wie Sauvignon Blanc und Muskateller setzen wir auf eine gezielte Maischestandzeit von rund 48 Stunden. Dadurch lösen sich die typischen Duft- und Aromastoffe besonders intensiv aus den Beerenschalen.
Nach der Pressung beginnt die Gärung – ein zentraler Schritt in der Weinbereitung. Wir arbeiten überwiegend mit Reinzuchthefen, um die Entwicklung unserer Weine gezielt zu steuern und das gewünschte Geschmacksprofil präzise herauszuarbeiten.
Frische, fruchtbetonte Weine werden nach der Gärung direkt in separate Tanks zur weiteren Reifung überführt. Unsere kräftigeren Lagenweine hingegen bleiben für mehrere Monate auf der Feinhefe. Diese Lagerung verleiht ihnen zusätzliche Struktur, Tiefe und Komplexität.
So entsteht aus jeder Rebsorte und jedem Jahrgang ein Wein mit individuellem Charakter – optimal abgestimmt auf Stil, Herkunft und Qualität.
VOR DER WEINLESE: REIFEPRÜFUNG UND VORBEREITUNG AUF DEN NEUEN JAHRGANG
Mit großen Schritten nähert sich die entscheidende Phase im Weinjahr – die Weinlese. In unseren Weingärten rund um Poysdorf laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Im Keller wird alles gründlich gereinigt und die letzten Weine werden abgefüllt, um ausreichend Platz für den neuen Jahrgang zu schaffen.
Auch im Weingarten beginnt jetzt die spannendste Zeit. Durch regelmäßige Reifemessungen kontrollieren wir die Entwicklung von Zucker- und Säuregehalt in den Trauben. Der Zuckergehalt wird in Österreich traditionell in Klosterneuburger Mostwaage (KMW) gemessen und dient als wichtiger Richtwert für den optimalen Lesezeitpunkt.
Je nach Rebsorte und Lage variiert dieser Zeitpunkt deutlich. In unserer warmen Lage am Hundsberg erfolgt die Ernte meist etwas früher als in anderen Weingärten. Aromatische Sorten wie Muskateller lesen wir bewusst früher, um ihre Frische und lebendige Aromatik bestmöglich zu bewahren.
Doch für uns zählt mehr als nur die Analyse von Zucker und Säure. Gerade in warmen, trockenen Jahren kann der Zuckergehalt rasch ansteigen, während die physiologische Reife noch nicht vollständig erreicht ist. Diese ist jedoch entscheidend für die Entwicklung des sortentypischen Aromas.
Neben Messgeräten wie dem Refraktometer beurteilen wir unsere Trauben daher auch visuell – etwa anhand der Farbe der Kerne oder der Beschaffenheit der Beeren. So stellen wir sicher, dass nur optimal gereiftes Lesegut in den Keller gelangt.
Das Ergebnis: Weine mit klarer Herkunft, ausgeprägter Aromatik und genau jener Qualität, die unsere Weine so unverwechselbar macht.
TRADITION TRIFFT INNOVATION: GOLDMUSKATELLER IM WEINVIERTEL
Seit 1734 wird in Poysdorf Wein unter dem Namen Gmeinböck produziert – eine lange Tradition, auf die wir sehr stolz sind. Gleichzeitig ist es uns wichtig, unseren Betrieb kontinuierlich weiterzuentwickeln und neue Wege im Weinbau zu gehen.
Ein Schritt in diese Richtung ist die Pflanzung von Goldmuskateller in unseren Weingärten. Diese Rebsorte überzeugt durch ihre gute Widerstandsfähigkeit gegenüber Pilzkrankheiten und ihre Anpassungsfähigkeit an unsere klimatischen Bedingungen im Weinviertel.
Ursprünglich aus Südtirol stammend, ist der Goldmuskateller seit 2018 auch in Österreich offiziell als Qualitätsrebsorte zugelassen. Damit eröffnet er spannende neue Möglichkeiten in der Weinbereitung.
Bei uns wird er künftig gemeinsam mit dem Gelber Muskateller vinifiziert. Geplant ist eine Cuvée, die erstmals mit dem Jahrgang 2023 auf die Flasche kommt und die aromatische Vielfalt beider Rebsorten vereint.
So verbinden wir unsere langjährige Erfahrung mit innovativen Ansätzen – für Weine, die sowohl unsere Herkunft widerspiegeln als auch neue Akzente setzen.
NACHHALTIGER WEINBAU: SOMMERBEGRÜNUNG ALS SCHLÜSSEL ZUR BODENQUALITÄT
Nachhaltigkeit spielt im modernen Weinbau eine immer wichtigere Rolle. Auch in unseren Weingärten rund um Poysdorfsetzen wir auf naturnahe und ressourcenschonende Methoden – sowohl im Weingarten als auch im Keller.
Ein zentraler Bestandteil unserer nachhaltigen Bewirtschaftung ist die sogenannte Sommerbegrünung. Bereits im Frühjahr bringen wir eine vielfältige Saatmischung aus zahlreichen Blütenpflanzen aus, die sich mit steigenden Temperaturen optimal entwickelt. Diese Pflanzenvielfalt fördert die Biodiversität und zieht zahlreiche Nützlinge an, die unsere Reben auf natürliche Weise vor Schädlingen schützen.
Gleichzeitig wirkt sich die Begrünung positiv auf die Bodenstruktur aus. Sie unterstützt den Humusaufbau, verbessert die Wasserspeicherfähigkeit und sorgt für ein aktives Bodenleben – wichtige Voraussetzungen für gesunde und widerstandsfähige Reben.
Ein weiterer Vorteil ergibt sich durch den Einsatz von Leguminosen wie Erbsen oder Klee. Diese Pflanzen gehen eine Symbiose mit Bodenbakterien ein und können Stickstoff aus der Luft binden. Durch gezielte Bodenbearbeitung steht dieser natürliche Nährstoff den Reben zur Verfügung – insbesondere in Phasen mit erhöhtem Bedarf, wie etwa vor der Blüte.
So entsteht mit einfachen, aber effektiven Maßnahmen ein stabiles Ökosystem im Weingarten. Das Ergebnis sind gesunde Trauben und hochwertiges Lesegut – die Basis für charakterstarke Weine mit klarer Herkunft.
