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GMEINBÖCK

ACADEMY

WEINAUSBAU IM HOLZ ODER STAHL

NOVEMBER 2022
Holz oder Stahl – das ist die Frage, auf die ein flüchtiger Blick in unseren Keller eine schnelle Antwort gibt. Tatsächlich bauen wir einen Großteil unserer Weine in Edelstahltanks aus. Dank des inerten Materials können sie in Ruhe reifen, ohne Fremdaromen aufzunehmen, welche den fruchtigen Geschmack überdecken würden. Darüber hinaus kann die Temperatur in den Tanks gezielt eingestellt und kontrolliert werden, sodass es zu keinen ungewollten Schwankungen während des Reifungsprozesses kommt. Unsere Cuvée Schweinerei und alle Weine unserer Sortenvielfalt, bei denen das Rebsorten-typische Aroma im Vordergrund steht, werden auf diese Weise ausgebaut. Bei den kräftigeren Gmeinböcks wie unseren Lagenweinen kommt teilweise dezent Holz ins Spiel. Durch den partiellen Ausbau im großen Fass werden die zum Teil noch etwas kantigen Jungweine geglättet. Außerdem können die Weine unter dem gemäßigten Sauerstoffeinfluss ihr komplexes Aromenspektrum voll ausspielen. Natürlich gibt es auch bei uns die berühmte Ausnahme von der Regel: Unser Weißburgunder Alte Reben reift zu 100 % im Holzfass und auch unser zukünftiger VINTAGES, bei dem zwei der drei beteiligten Jahrgänge im Holz ausgebaut werden, lässt im Geschmack deutlich erkennen, woher er kommt.

VINTAGES

NOVEMBER 2022
Drei Jahrgänge, zwei Rebsorten, ein fantastischer Wein. Mit unserem ‚Vintages‘ zeigen wir, dass sich auch im Weinviertel großartige Rotweine keltern lassen. Nach dem Vorbild des italienischen Sassicaia bringen wir 80 % Cabernet Sauvignon und 20 % Cabernet Franc in diese Cuvée ein. Die unterschiedlichen Jahrgänge bringen zusätzliche Komplexität ins Spiel. VINTAGES zeichnet sich nämlich durch unterschiedliche Witterungsverläufe, Reifestadien, persönliches Bauchgefühl und der Eigenständigkeit drei verschiedener Jahrgänge aus – 2020, 2021 und 2022. So entsteht ein Wein, der einerseits erste Reifenoten aufweist, andererseits noch immer jugendliche Frische besitzt.

WEINLESE 2022 | RÜCKBLICK

OKTOBER 2022
Gefühlt gestern haben wir euch über den Start der diesjährigen Lese berichtet, nun ist sie schon wieder vorbei und wir haben es geschafft! Alle Trauben sind aus unseren Weingärten in den Keller gebracht worden und die Weinlese 2022 ist beendet. Die stets wechselhaften Wetterbedingungen, von traumhaften Sonnenschein bis zu starken Regen innerhalb weniger Stunden, haben es uns in diesem Jahr nicht einfach gemacht. Auch die andauernde Trockenheit im Juli und August hat gerade beim Grünen Veltliner zu niedrigeren Erträgen geführt, welche jedoch auch einher gehen mit einer hohen Qualität! Der langersehnte Regen kam dann ausgerechnet zum Lesebeginn, wurde dann jedoch glücklicherweise von goldenem Oktoberwetter abgelöst. Alles in allem verspricht der 22er Jahrgang schlanke, filigrane Weine hervorzubringen, welche man entspannt mit Freunden auf der Terrasse genießen kann – EVERYBODYS DARLING eben!

WEINLESE 2022 | BEGINN

OKTOBER 2022
Es geht los! Um fünf Uhr in der Früh holt uns der Wecker aus den Betten und scheucht uns hinaus in die Morgenkühle – denn das ist der ideale Zeitpunkt, um unsere Trauben zu lesen. Bei den niedrigen Temperaturen bleibt das Aroma erhalten und die Gefahr einer vorzeitigen ‚wilden‘ Gärung ist relativ gering. Gut gekühlt werden die Trauben dann in unseren Keller transportiert. Für unseren Sauvignon Blanc und Muskateller maischen wir die Beeren 48 Stunden ein, um die feinen Aromen auszulaugen, welche charakteristisch sind für diese Rebsorten. Nach der Pressung hat dann die Hefe ihren großen Auftritt. Wir vergären größtenteils mit Reinzuchthefen, um unsere Weinedorthin zu bringen, wo wir sie geschmacklich haben möchten. Die frischen, fruchtigen Weine werden direkt nach der Gärung zur weiteren Reifung in separate Tanks überführt. Die kräftigeren Lagenweine verbleiben für zwei bis drei weitere Monate auf dem Hefelager und erhalten so mehr Fülle und Kraft. So präsentiert sich jeder Weinstil letztlich im optimalen Gewand. 

VORBEREITUNG AUF DIE LESE

SEPTEMBER 2022
Mit großen Schritten geht es auf die wichtigste Phase im Weinjahr zu. Bei uns in Poysdorf herrscht bereits rege Betriebsamkeit. Der Keller wird auf Hochglanz gebracht und die letzten Weine auf die Flasche gefüllt, um Platz für den neuen Jahrgang zu schaffen. In unseren Weingärten wird es nun spannend. Durch tägliche Reifemessungen verfolgen wir sorgfältig die Veränderung der Säure- und Zuckerkonzentrationen in den Trauben. Letztere wird in Österreich traditionell in Klosterneuburger Mostwaage (KMW) angegeben und gilt seit jeher als wichtiger Indikator für die Bestimmung des Reifegrads und somit des idealen Lesezeitpunktes. Abhängig von der Lage und Rebsorte kann dieser deutlich variieren. Am Hundsberg, einer unserer wärmsten Lagen, bringen wir das Lesegut meist einige Tage früher ein als in unseren anderen Weingärten. Auch unseren Muskateller lesen wir relativ zeitig, um die jugendliche Spritzigkeit zu erhalten. Zucker und Säure allein machen jedoch noch keinen guten Wein. Gerade in warmen, trockenen Jahren steigt die Zuckerkonzentration in den Trauben mitunter rasant an, während die physiologische Entwicklung hinterher hinkt. Eben diese sorgt aber dafür, dass die Trauben ihren sortentypischen Charakter entfalten können. Neben der faktischen Analyse mit dem Refraktometer beurteilen wir unsere Trauben auch nach visuellen Gesichtspunkten wie beispielsweise dem Verfärbungsgrad der Beerensamen. So stellen wir sicher, dass nur aromatisch ausgereifte Trauben gelesen werden, welche den unverwechselbar intensiven Geschmack liefern, der unsere fabelhaften Weine ausmacht.

NEUAUSPFLANZUNG VON GOLDMUSKATELLER

 

AUGUST 2022
Bereits seit 1734 wird hier in Poysdorf Wein unter dem Namen Gmeinböck angebaut und verkorkt. Wir sind stolz auf unsere lange Tradition, möchten uns aber auch weiterentwickeln. Letztes Jahr haben wir in unseren Weingärten mehrere Rebzeilen mit Goldmuskateller bepflanzt. Im Gegensatz zu einigen seiner ‚Verwandten‘ zeigt er sich deutlich widerstandsfähiger gegenüber Pilzerkrankungen und ist besser auf unserer Klimaverhältnisse angepasst. Seit dem Jahr 2018 ist der Golsmuskateller, der ursprünglich aus Südtirol stammt, hier in Österreich als Qualitätsrebsorte zugelassen. Bei uns wird er sich künftig die Flasche mit unserem Gelben Muskateller teilen. Die Cuvée ist für den Jahrgang 2023 vorgesehen. 

SOMMERBEGRÜNUNG

JULI 2022
Das Thema Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Auch wir setzen bei der Arbeit im Weingarten und -keller auf eine naturnahe, ressourcensparende Bewirtschaftung. Ein wichtiger Beitrag ist die Sommerbegrünung. Anfang März haben wir eine spezielle Saatmischung aus 48 Blütenpflanzen in unseren Weingärten ausgebracht, die bei den steigenden Temperaturen nun wunderbar aufgeht. Die Pflanzenvielfalt lockt zahlreiche Nützlinge an, welche unsere Trauben vor Schädlingsbefall schützen. Zudem wird durch die Vegetation die Bodenstruktur verbessert und der Humusaufbau gefördert.
Die Sommerbegrünung bringt aber noch einen weiteren Vorteil. Durch spezielle Bodenbakterien im Wurzelbereich verschiedener Leguminosen wie Erbse und Klee wird Stickstoff aus der Luft gebunden. Durch gezieltes Umpflügen kann so der hohe Stickstoffbedarf der Reben beispielsweise vor der Blüte gedeckt werden. Mit einfachen und vor allen Dingen natürlichen Mitteln entsteht so hochwertiges Lesegut, welches bestes Material für unsere fabelhaften Weine liefert.

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WEINGUT GMEINBÖCK GMBH
A-2170 POYSDORF, MÜHLWEG 6

TEL.: +43 664 2361255
E-MAIL: weingut@gmeinboeck.at

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